Dienstag, 23. September 2014

Splitterkerzen - Anleitung und Tipps zur Herstellung


Kerzen gießen ist ein individuelles Hobby, welches in Farben und Formen kaum Grenzen setzt. Doch mit dem Gießen von mehrfarbigen Kerzen allein ist die Farbvielfalt nicht ausgeschöpft. Vor allem sogenannte Splitterkerzen, Crushkerzen oder Crackerkerzen sind eine Herausforderung. Wie man Kerzen gießt, wurde schon schon in den Artikeln "Kerzen gießen - Hobby für Individualisten" und "Mehrfarbige Kerzen gießen - Tipps und Tricks" erklärt. Was man zusätzlich für die Splitterkerzen benötigt und wie man sie wirklich herstellt, soll nun in diesem Artikel erklärt werden.
Material und Zubehör
  • Wachs, am besten farbloses bzw. weißes Wachs aus Resten von anderen Kerzen oder neue Wachspastillen. 
  • Eine leere Konservendose, um das Wachs zu schmelzen 
  • ein Topf für das Wasserbad 
  • die Gießform 
  • Dochte
  • Wachssplitter oder Cracker

Die Vorbereitung

Damit beim Gießen die Wachssplitter nicht zu viel farbiges Wachs abgeben, ist es ratsam, sie am Tag vorher in das Gefrierfach zu legen. Dieses schadet dem Wachs nichts, aber sorgt dafür, das sich das die Splitter später gut in der ansonsten weißen Kerze zu erkennen sind. Der Docht wird in der Gießform befestigt, während das weiße Wachs schon zum Schmelzen gebracht wird. Für einen schnelleren Schmelzvorgang sollte erst wenig Wachs in der Konservendose verflüssigt werden. Kleinere Mengen von festem Wachs werden nach und nach zugefügt. Die Wärmezufuhr sollte dabei niedrig gehalten werden, um ein Kochen von Wasser und Wachs zu vermeiden.

Der Gießvorgang

Sobald das Wachs flüssig ist, gibt man die gefrosteten Wachssplitter in die Gießform. Dabei sollte man darauf achten, das sie sich gleichmäßig um den Docht verteilen. Durch leichtes Schütteln rutschen die Wachssplitter enger in der Gießform zusammen. Auch ein leichtes Aufschlagen auf der Arbeitsplatte bewirkt dieses. Wie hoch die Dichte der Wachssplitter sein, soll entscheidet der individuelle Geschmack. Nun wird das flüssige Wachs eingefüllt. Dieses lässt man vorsichtig direkt am Docht in die Form laufen. Auch hier sorgt ein leichtes Aufschlagen der Gießform dazu, das sich das flüssige Wachs gleichmäßig verteilt und eventuelle Luftblasen entweichen können. Sobald die Gießform gefüllt ist und die obersten Wachssplitter komplett bedeckt sind, kann man die Kerze auskühlen lassen. Damit die fertige Kerze später besser aus der Gießform gelöst werden kann, empfiehlt es sich auch hier, diese nach dem Auskühlen für einige Stunden in den Kühlschrank zu stellen.

Hinweise für bessere Gießergebnisse


Bei den Wachssplittern sollte man nur welche mit kräftigen Farbtönen nehmen. Denn durch das weiße Wachs schwächen die Farben optisch ab. Nimmt man helle oder blasse Farben, so sieht man später kaum einen Unterschied zwischen den Splittern und dem restlichen Wachs.

Damit man genügend weißes Wachs einschmilzt, kann man vorher die Wachsreste oder Wachspastillen einmal in die Gießform füllen. Damit hat man genug Wachs, um danach zu garantieren, das man mit einem Gießvorgang die Wachssplitter komplett eingegossen hat. Wenn man auf zwei oder mehr Gießvorgänge arbeitet, so ist später an der Kerze immer zu sehen, wo die Übergänge sind. Dies geht zu Lasten der gesamten Optik.

Sollte man die Wachssplitter so verwenden, wie man sie gelagert hat, so schmelzen sie an, wenn man das flüssige Wachs in die Kerzenform gießt. Das eingefüllte Wachs wird dann später fleckig erscheinen. Um dies zu vermeiden, sollte man den Tipp mit dem Gefrierschrank nutzen.

Dienstag, 15. Juli 2014

Gravur zur Hochzeit

Schon im Juni fiel meinem Mann und seinen Arbeitskollegen ein Tag vor der Feier ein, dass sie noch ein Geschenk benötigen. Aber Frauchen macht das schon und zaubert rechtzeitig ein Unikat für das Brautpaar. Nachdem ich also zum Samstagmorgen ein Windlicht aus Glas, Zierkiesel, Kerze und Schleifenband besorgt hatte, ging ich ans Werk.

Graviertes Windlicht aus Glas

Nachdem die Gravur fertig war, noch schnell ein Foto machen, Glas polieren und dann einpacken. Alles Ton in Ton und hoffentlich eine schöne Erinnerung für das Brautpaar an diesen Tag.
 
Das fertige Geschenk

Freitag, 17. Januar 2014

Die Schlosserbin

Die Schlosserbin ist eine Kurzgeschichte. Alexandra ist Anfang zwanzig und wird mit einem Millionenerbe konfrontiert. Ob sie dies annimmt und was noch so alles geschieht, wird an dieser Stelle nicht verraten.





Mit dieser Geschichte habe ich mich das erste Mal in den Bereich Belleristik gewagt. Ursprünglich hatte ich zwar einen kleinen Roman geplant, aber mich dann doch für die kürzere Fassung entschieden. Auf Grund der geringen Seitenanzahl ist die Schlosserbin auch nur als E-Book erhältlich. Sollten noch weitere Kurzgeschichten folgen, wird es auch später eine Taschenbuchausgabe geben.

 

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Montag, 6. Januar 2014

Kerzenwachs einfärben - Möglichkeiten und Hinweise

vg


Um individuelle Farbvarianten beim Kerzengießen zu erhalten, muss man das Wachs selbst einfärben. Dieser Artikel beschreibt verschiedene Möglichkeiten. Ich selbst nutze bisher Wachsblöcke, welche eigentlich zum malen für kleinere Kinder gedacht sind. Da kann man sehr einfach mit einem Messer kleinere Mengen abschneiden und in das flüssige Wachs geben.



Kerzen selbst zu gießen ist ein Hobby, welches immer beliebter wird. Da aber der Wunsch nach individuellen Farbvarianten dabei immer größer wird, stellt sich schnell die Frage, wie man Kerzenwachs einfärben kann. In diesem Artikel werden die verschiedenen Möglichkeiten beschrieben und dazu auch Vor- und Nachteile genannt. Wie man Kerzen selbst gießt, ist im Beitrag "Kerzen gießen - Hobby für Individualisten" beschrieben. Um bei mehrfarbigen Kerzen eine gleichbleibende Dicke der einzelnen Farbschichten zu realisieren, ist im Artikel "Mehrfarbige Kerzen gießen - Tipps und Tricks" erklärt. Eine kurze Erklärung dazu gibt es trotzdem am Ende des Artikels.

Was man benötigt

Die Grundausstattung für eigene Kerzen findet man in den meisten Fällen auch schon im Haushalt. Ein Topf, welcher nur für dieses Hobby verwendet werden soll. Einige leere Konservendosen. Man sollte für jede Farbe eine eigene Dose verwenden, da man nie das komplette Wachs verbraucht und so unschöne Vermischungen vermeidet. Eine oder mehrere Holzstäbchen zum Umrühren im Wachs. Natürlich Gießformen, wo man alte Plastikbecher nutzen kann und eine alte Rouladennadel. Kerzendocht, etwas Knetmasse, ein altes Geschirrtuch und natürlich Wachs.

Um die Arbeitsflüche zu schützen, sollte man Zeitungspapier auslegen oder eine Wachtuchtischdenke nutzen, welche nur für solche Arbeiten verwendet wird. Denn selbst bei größter Vorsicht wird der eine oder andere Wachstropfen daneben gehen.

Wozu Knetmasse und die Rouladennadel?

Die Knetmasse nutzt man zum abdichten der Gießform. Diese sollte unten ein Loch haben, wo man den Docht durchzieht. Das Loch wird mit der Knetmasse abgedichtet, damit das flüssige Wachs auch in der Gießform bleibt. Oben wird durch den Docht die Rouladennadel gestochen, welche auf der oberen Kante der Gießform aufliegen sollte. Damit kann man sicher gehen, dass der Docht auch mittig in der Kerze ist.

Vorsicht heiß und andere Tipps

Die Konservendosen werden im Wasserbad natürlich heiß. Deswegen sollte man sie mit dem Geschirrtuch halten, damit man sich nicht die Finger verbrennt. Backhandschuhe würden zwar den selben Zweck erfüllen, aber damit kann einem auch die Dose schnell aus der Hand rutschen. Das Geschirrtuch hat sich für mich also als zweckmäßiger empfohlen.

Um keine unterschiedlichen Farben außen an der Kerze zu haben, sollte man das flüssige Wachs immer am Docht eingießen. Es verteilt sich dann von allein in der Gießform.

Kerzenreste für neue Kerzen nutzen


Die einfachste und auch preiswerteste Variante ist das Nutzen von schon vorhandenen Kerzenresten. Diese sortiert man nach den jeweiligen Farben und schmilzt sie ein. Entweder mit neuem, farblosen Wachs zusammen oder die Menge der Kerzenreste reicht aus, so dass man kein weiteres Wachs hinzufügen muss. Je intensiver die Farbe werden soll, desto mehr farbige Kerzenreste werden benötigt. Die Vorteile liegen bei den Kosten, da man vorhandenes Material nutzen kann. Nachteile hat man nur, wenn die Reste nicht ausreichen oder Verschmutzungen vom alten Docht im Wachs enthalten sind. Für die Verarbeitung selbst sollte man die Kerzenreste mit einem Messer, welches nur für das Hobby verwendet wird, zerkleinern. Das verringert den Zeitaufwand beim Schmelzen und spart damit auch Energie. Ein weiterer Vorteil dabei ist, dass man gleich die Reste der Dochte mit entfernen kann und auch eventuelle Verschmutzungen in der Kerze. Beim Schmelzvorgang selbst sollte viel mit einem Holzstäbchen gerührt werden. Denn nur so kann man gewährleisten, das sich die Farbe gleichmäßig auf die Wachsmasse verteilt.

Hat man genug Kerzenreste und ist mit der Farbe nicht zufrieden, so kann man mit den folgenden Varianten die Farbe verändern. Welche Mischungen von Grundfarben welche Mischfarbe ergeben, haben wir ja alle mal in der Schule gelernt. Am Ende werde ich aber eine kleine Farblehre mit anfügen.


Pigmentpulver


Pigmentpulver ist hochdosiert, so dass man mit sehr wenig davon viel Kerzenwachs einfärben kann. Meist reichen 4 bis 5 Gramm aus, um etwa 2 Kilogramm Kerzenwachs zu färben. Allerdings lässt es sich schlecht dosieren, da kaum jemand eine entsprechende Waage für so kleine Mengen im Haushalt hat. Außerdem färbt man selten eine solch große Menge Wachs, dass man den kompletten Inhalt an Pigmentpulver verbrauchen kann. Zudem ist es im Vergleich zu anderen Varianten recht teuer in der Anschaffung. Selbst wenn man nur die Grundfarben kauft, um diese dann untereinander zu mischen. Wobei das Mischen der Farben hier recht schwierig wird, da es sich, wie schon erwähnt, schlecht dosieren lässt. Auch hier muss man das flüssige Wachs gut umrühren, damit die Farbe gleichmäßig verteilt wird. Wer sich also erst mal mit Kerzen selbst gießen ausprobieren will, sollte nicht gleich das teuerste Zubehör kaufen. Ich selbst mache das nun schon einige Jahre und bleibe bei meinen Wachsblöcken.

Ein weiterer Nachteil ist die Verpackung, wenn man mit Pigmenten färben will. Oft wird dies in kleinen Plastiktüten angeboten. Diese muss man nach dem Gebrauch wieder fest beschließen, da es sonst Feuchtigkeit ziehen und verklumpt.


Wachspastillen

Das Färben von Wachs mit Wachspastillen ist ähnlich dem Einfärben mit Kerzenresten. Nur dass man hier gleich besser dosieren kann. Man kann hier mit kleinen Mengen beginnen und solange die farbigen Pastillen zugeben, bis die gewünschte Farbintensität erreicht ist. Auch hier reicht der Kauf der Grundfarben, um dann selbst zu mischen. Was sich im Vergleich zum Pigmentpulver wesentlich einfacher handhaben lässt. Allerdings gibt es viele Produkte, welche eine hohe Schmelztemperatur erfordern, so dass das Wachs schon fast köcheln muss. Das ist ein Nachteil bei dieser Möglichkeit, Wachs einzufärben, da man danach das Wachs wieder herunterkühlen muss, um die Giessform nicht zu gefährden. Ein Kilogramm Färbepastillen reicht je nach Farbintensität bis zu 1.000 Kilogramm gefärbtes Wachs. Ein weiterer Vorteil von Wachspastillen zum Färben ist, dass man einen Beutel davon nicht unbedingt verschließen muss. Wachs zieht ja kein Wasser an.



Wachsmalstifte/-blöcke

Neben dem Einfärben mit vorhandenen Kerzenresten sind die Wachsmalstifte die preiswerteste Variante. Die Farben sind hochkonzentriert und man kann mit einem Messer Wachs abschaben, um es direkt ins flüssige Wachs zu geben. Kauft man Wachsblöcke, so ist oft ein Schaber aus Plastik mit dabei. Man muss bei dieser Variante nur darauf achten, das die Stifte oder Blöcke einen Bienenwachsanteil haben. Die Farbe kann man durch kleinste Zugaben der Stifte sehr gut dosieren und man kann sie natürlich auch weiterhin zum Malen benutzen. Auch ein Mischen der Farben untereinander ist möglich. Wobei oft auch einige Mischfarben mit dabei sind. Dazu werden die Blöcke oder Stifte meist in einer kleinen Metallbox geliefert, so dass die Aufbewahrung nach der ersten Verwendung kein Problem ist. Und wenn ich überlege, wie viele Kerzen ich selbst schon gegossen habe über die vielen Jahre und ich bin noch immer bei der ersten Packung der Wachsmalblöcke. Daran sieht man wie intensiv sie Kerzenwachs einfärben.


Hinweise für alle Varianten



Bei allen vier Möglichkeiten Kerzenwachs einzufärben gilt, das man zuerst das farblose Wachs oder eben die die Kerzenreste verflüssigt. Dazu werden die oben genannten Dosen einfach in den Topf ins Wasserbad gestellt. Nie direkt auf den Herd. Ich selbst nutze für meine Bastelarbeiten, wo viel Hitze benötigt wird, eine Duo-Kochplatte. Diese wird nur dafür verwendet, so dass es nicht weiter schlimm ist, wenn man mal mit Wachs oder anderen Gießmaterialien tropft.

Danach gibt man das Färbemittel hinein und muss gut umrühren, damit sich die Farbe gleichmäßig verteilt. Dabei sollte man auch bedenken, das die Farbe noch aufhellt, wenn die gegossene Kerze auskühlt. Wer also in flüssiger Form einen recht hellen Farbton hat, wird vielleicht danach enttäuscht sein, wenn die fertige Kerze fast weiß wirkt. Um dies zu vermeiden, kann man eine Wachprobe machen. Dafür wird ein wenig flüssiges Wachs auf eine hitzebeständige Unterlage gegeben. Dieses härtet schnell aus und man sieht das fertige Ergebnis in kurzer Zeit.

Ist die gewünschte Farbe zu hell, zu gibt man noch Färbemittel zum flüssigen Wachs dazu. Sollte sie doch zu dunkel sein, so muss man noch farbloses Wachs zugeben. Die Wachsprobe kann man auch wieder mit einschmelzen.



Kleine Farblehre

Die drei Grundfarben sind bekanntlich Gelb, Rot und Blau.

Gelb und Rot ergeben Orange.
Rot und Blau ergeben Violett bzw. Lila.
Blau und Gelb ergeben Grün.

Und dazwischen liegen noch viele Farbnuancen. Mischt man bei Orange mehr Rot, wird es dunkler und je mehr Gelbanteil dabei ist, desto heller wird es.

Auch bei den Grundfarben gilt, je mehr ich einmische, desto kräftiger wird die Farbe. Möchte ich Pastelltöne haben, muss ich vorsichtiger einfärben. Hat man doch zu viel Farbe erwischt, dann fügt man einfach noch frisches Wachs dazu.



Woher weiß ich, wie viel Wachs ich benötige?

Ich fülle die Wachspastillen erst mal in die Gießform ein. Damit hat man schon eine gute Grundlage. Da aber zwischen den Wachspastillen immer noch Luft ist, gebe ich 20 bis 25 Prozent mehr in meine Konservendose zum Schmelzen. Will ich nun eine Kerze mit verschiedenen Farbtönen von hell nach dunkel gießen, dann wiege ich die Wachspastillen vor dem Schmelzen noch ab und rechne die Gesamtmenge durch die verschiedenen Farbschichten. Die Gießform muss also beim Gießen auch auf einer Waage stehen, wenn die Form nicht durchsichtig ist. Sobald das Wachs flüssig ist füge ich die Farbe hinzu, gieße die erste Schicht. Die Konservendose kommt wieder ins Wasserbad und es wird weitere Farbe hinzugefügt. So wird meine Kerze von Schicht zu Schicht etwas dunkler.

Die Prozedur macht man, wenn mit unterschiedlichen Farben gegossen werden soll. Wachs wiegen, durch die Menge der Farbschichten teilen und die entsprechenden Mengen auf die Konservendosen verteilen.

Wichtig bei mehreren Schichten ist nur, dass die gegossene Schicht gut ausgehärtet ist. Dafür kann man die Kerze auch eine Weile in den Kühlschrank stellen, wenn das Wachs nur noch Handwarm in der Form ist.

 

In eigener Sache

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Donnerstag, 28. November 2013

Kerzen giessen - Hobby für Individualisten

Schon seit dem 2. Jahrhundert werden Kerzen hergestellt. Heute nutzt man sie vor allem bei Festen als Tischschmuck. Um einen Raum wirklich damit zu beleuchten, wie es früher gemacht wurde, werden Kerzen kaum noch genutzt. Durch die industrielle Herstellung sind den Formen und Farben fast keine Grenzen gesetzt. Doch mancher möchte einfach auch die alte Technik des Kerzengiessens ausprobieren.

Zubehör und Vorbereitung
  •     ein alter Topf
  •     mehrere leere Konservendosen, wenn man mit mehreren Farben arbeiten will
  •     eine Gießform
  •     ein Docht
  •     Wachs
  •     Wasser
  •     Holzstab zum Rühren
  •     eine Rouladennadel pro Gießform
Bildrechte: Amazon

Gießformen, Dochte und Wachs bekommt man im Bastelfachgeschäft. Auch Baumärkte haben oftmals eine Bastelabteilung, wo man das benötigte Material kaufen kann. Für den Anfang eignet sich ein Set, wo man gleich alles dabei hat, was für eine Kerze benötigt wird. Das Set links im Bild, kann man über folgenden Linke bestellen: Set zum Kerzen gießen

Allerdings kann man für die ersten Versuche auch improvisieren, da vor allem die Gießformen in der Anschaffung recht kostenintensiv sein können. Als Alternative reicht ein Stück Plastikrohr, welches man auf ausgerollte Knete stellt und etwas eindrückt. Natürlich muss man auch nicht gleich Wachs kaufen, wenn meine einige Zeit die Reste von Kerzen sammelt. Diese sollte man nach Farben sortieren, bevor man sie einschmilzt. Daher auch die Empfehlung, mehrere leere Konservendosen zu benutzen. Denn selbst kleinste Reste einer anderen Farbe können den gewünschten Farbton verderben.
Da man beim Kerzengießen längere Abkühlphasen einplanen muss, ist es zu überlegen, ob man nicht gleich mehrere Kerzen machen will. Dazu benötigt man natürlich mehrere Gießformen und auch Dochte. Um den Abkühlungsprozess zu beschleunigen, kann man nach einigen Minuten die Gießform in den Kühlschrank stellen.

Wachsschmelzen und Gießform vorbereiten
Der Topf, welchen man für die Kerzenherstellung nutzen will, sollte nicht mehr zum Kochen benutzt werden. Denn es fallen doch hin und wieder mal Wachstropfen ins Wasser, welche sich am Topfrand dann absetzen. Man setzt also den Topf auf den Herd und stellt die Konservendose mit etwas Wachs hinein. Danach wird Wasser in den Topf gefüllt, bis die Dose sich leicht vom Topfboden abhebt. Nun kann Wärme zugeführt werden. Aber den Herd nicht so hoch einstellen. Weder Wasser noch Wachs sollen kochen.
Um den Schmelzvorgang zu beschleunigen, kann man das Wachs mit dem Holzstab gelegentlich umrühren. Sobald das Wachs flüssig ist, kann man weiteres festes Wachs in die Konservendose geben. Dieses schmilzt dann schneller.
Während dieser Zeit bereitet man die Gießform vor. Hat man richtige Kerzengießformen, so wird man dort unten ein Loch finden, wo der Docht eingeführt wird. Dieser wird auch mit einem Stück Knete fixiert, damit das Loch auch gleichzeitig dicht ist. Man muss aber dabei bedenken, das diese Stelle bei der fertigen Kerze oben sein wird, wo man sie anzündet. Um den wirklich mittig in der Form zu halten, ist die Rouladennadel da. Diese führt man direkt vom Rand durch den Docht zum gegenüberliegenden Rand.
 
Wachs einfüllen
Bildrechte: Sabine Wolfram, Plauen
Ist das Wachs komplett flüssig, so wird es vorsichtig in die Gießform eingefüllt. Am einfachsten geht es, wenn man das Wachs direkt am Docht in die Gießform laufen lässt. Das vermeidet Wachsspritzer am Innenwand, welche unschön wirken können, wenn man mit mehreren Farben arbeiten will. Besonders wenn man das erste Wachs in die Gießform einfüllt, ist es sinnvoll, wenn man erst nur wenig nimmt. sodass der Boden gerade so bedeckt ist. Nun kurz warten, bis erst das Wachs etwas erstarrt ist und dann kann der Rest, welcher zwischenzeitlich nochmal im Wasserbad war, eingefüllt werden. Mit dieser Technik vermeidet man, das unten Wachs in großen Mengen aus der Form austreten kann. So was kann hin und wieder passieren.
Will man eine Kerze mit mehreren Farben machen, so heißt es nach jeder Farbe warten, bis das Wachs erkaltet ist. Erst danach kann man die nächste Farbe schmelzen und in die Gießform einbringen. Welche Möglichkeiten es gibt, um eine gleichbleibende Dicke der einzelnen Farben zu realisieren ist im Artikel "Mehrfarbige Kerzen gießen - Tipps und Tricks" erklärt. Dieser Artikel wird demnächst hier veröffentlicht.

Kerze aus der Form lösen
Nachdem die Gießform mit Wachs gefüllt und dieser erkaltet ist, muss die Kerze aus der Form geholt werden. Dazu ist es sinnvoll, wenn die Kerze über Nacht richtig auskühlen konnte. Stand sie dazu im Kühlschrank, so sollte sie sich sehr leicht aus der Form lösen lassen. Eventuell schlägt man die Gießform leicht an die Tischkante, damit sich auch Form und Kerze trennen. Rouladennadel aus dem Docht ziehen und auch die Knete unten von der Form lösen. Nun noch den Docht oben einkürzen und eventuell unten die Stellfläche der Kerze etwas begradigen. Das klappt mit einem Küchenschnitzer sehr gut.


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Samstag, 16. November 2013

Mit dem Schneckenband Wollreste aufbrauchen und Kindern neue Spielmöglichkeiten bieten

Kinder lieben Bänder zum spielen. Egal ob dabei alte Geschenkbänder oder das Maßband der Mutter zum Einsatz kommt. Als Halsband für den Lieblingsstoffhund oder einfach nur als Kopfschmuck, weil man Indianer spielen möchte, sind sie immer geeignet. 
 
Für die handarbeitsbegeisterte Frau von heute stellt sich aber auch sehr oft die Frage, was man aus Wollresten noch machen kann. Man kann die Wollreste nutzen, um ein Band für die Kinder zum Spielen herzustellen. Das sogenannte Schneckenband wird Kinder begeistern und ist schnell gemacht.
 
Materialbedarf
Wollreste in verschiedenen Farben. Dabei muss es nicht unbedingt bei allen Resten die selbe Wolle sein, sondern kann auch verschiedene Qualitäten haben. Allerdings sollte sie Fadenstärke schon sehr ähnlich sein, da sich sonst dicke und dünne Bandteile abwechseln würden. Eine Häkelnadel der Stärke 2,5 und eine Nähnadel um die Fäden zu vernähen.
Quer gehäkelt
Man einfachsten stellt man ein Schneckenband her, wenn man es quer häkelt. Dazu werden sieben Luftmaschen angeschlagen, damit man bei der ersten Rückreihe dann daraus sechs feste Maschen bekommt. Nun werden die Reihen immer so lange gehäkelt bis sich eine Länge von mindestens 150 Zentimetern ergibt. Dabei werden Farbwechsel bei der Wolle immer am Ende einer Reihe vorgenommen. Gehäkelt werden beim gesamten Schneckenband nur feste Maschen. Diese sollten auch recht fest gehäkelt werden, damit das Schneckenband stabil wird.
 
Längs gehäkelt
Man kann kann ein Schneckenband auch längs häkeln. Dabei werden so lange Luftmaschen angeschlagen bis die gewünschte Länge erreicht ist. Dabei benötigt man nur noch vier oder fünf Reihen mit festen Maschen für das Schneckenband, bevor man die Abschlussrunde häkelt. Allerdings hat diese Variante den Nachteil, das man sich beim Wollrest für den Anfang schnell verschätzen kann, ob es für die gesamte Länge reichen wird. Daher ist die quer gehäkelte Variante die einfachere, besonders wenn man mehr mit kleineren Wollresten arbeitet.
 
Fäden verstecken und vernähen
Ist die gewünschte Länge, wobei 200 Zentimeter die bevorzugte Länge ist, nimmt man einen größeren Wollrest um das ganze Schneckenband einmal zu umhäkeln. Die Fäden vom Wechsel der Wollreste können dabei gleich versteckt werden. Man legt sie einfach direkt an den Rand, welcher umhäkelt wird und versteckt sie damit unter dieser Umrundungsreihe. Damit erspart man sich gleichzeitig das Vernähen der Fäden, was oftmals eine ungeliebte Abschlussarbeit ist und man nur den Faden von der Umrundung vernähen muss.
 
Nicht nur für Kinder
Auch in der Betreuung unserer ältern Menschen, sind diese Bänder gern gesehen. Dort sind sie aber eher unter dem Namen Nestelbänder verbreitet. Für die älteren Menschen sind diese Bänder gut, um die Motorik der Finger positiv zu beeinflussen. Aufrollen, Knoten oder Schleifen machen, sind dabei beliebte Übungen. 

Freitag, 20. September 2013

Glasgravuren als Geburtstagsgeschenk


 Immer wieder steht man vor dem Problem, was man zum Geburtstag schenken kann. Jeder älter das Geburtstagskind ist, desto schwieriger wird es ein passendes Geschenk zu finden. Individuelle Motive auf Glas sind Unikate und kommen mit Sicherheit besser an als Blumen, Pralinen oder gar vermeintlich nützliche Gegenstände.

Das Interesse kam bei mir vor rund zehn Jahren. Meine Eltern schenkten mir ein passendes Gravurset, was dann aber auch noch etwa zwei Jahre ungenutzt im Regal lag. Dann ließen meine Eltern ihren Wintergarten neu machen und es waren Glasscheiben vorhanden, wo ich meine ersten Versuche starten konnte. Flachglas ist sehr einfach zu gravieren. Aber bald wagte ich mich auch an gewölbte Gläser. Heute erfreuen sich viele Verwandte und Bekannte an diesen Unikaten.